Notarkosten

Vorsorgevollmacht, Ehevertrag, Testament oder Erbvertrag – wer gut beraten und sicher sein will, dass alles in Ordnung geht, der wendet sich am Besten an einen Notar.

Notare rechnen nicht nach geleisteten Stunden ab, sondern richten sich in Deutschland seit August 2013 nach dem neu in Kraft getretenen Gerichts- und Notarkostengesetz, abgekürzt GNotKG. Den Gang zum Notar zu scheuen, weil hierdurch hohe Kosten entstehen und für jeden Handschlag und jede Frage extra bezahlt werden muss, ist daher unbegründet, mein Rat:
"Rechtzeitige Beratung spart Geld und Nerven."

Dieses gilt insbesondere bei geringen Geschäftswerten, da die Gebühren meist in einem Verhältnis zum Geschäftswert stehen. Berechnungsbeispiele finden Sie hier. Dennoch wird jede Beratung, Beurkundung oder Beglaubigung durch den Notar persönlich durchgeführt. Dies bedeutet für den Kunden: fachkundige Beratung auf höchstem Niveau zu angemessenen Preisen.

Nachstehend finden Sie in Kürze eine zu aktualisierende Auflistung typischer notarieller Geschäfte mit Beispielwerten (diese ist allerdings ohne Gewähr, da sich individuelle Besonderheiten zusätzlich auswirken können). Ungefähre Notargebühren von:

1. Vorsorgevollmacht

Die Notarkosten für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind im nunmehr geltenden GNotKG festgelegt. Z. B. bei einem Vermögen von 100 000 € einmalig bei ca. 192 € plus Auslagen und gesetzlicher Umsatzsteuer.

Hinweis: Die Kosten der Anordnung einer Betreuung bei fehlender Vorsorgevollmacht betragen bei diesem Vermögenswert ein Vielfaches des o. g. Betrages und es fallen laufend weitere Kosten an.

2. Testament

a) Einzeltestament
Geschäftswert = Gebühr
10.000 € =  75 €
25.000 € = 115 €
50.000 € = 165 €
250.000 € = 535 €
500.000 € = 935 €

Hinzu kommen die Schreibauslagen pro Seite und sonstigen Auslagen wie Porto, etc., sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Hinweis: Regelmäßig erspart werden können durch ein notarielles Testament oft höhere Gebühren für notariellen Erbscheinsantrag und gerichtlicher Erbschein. Wenn sich Immobilien im Nachlass befinden reicht ein privatschriftliches Testament nicht aus. Zur Umschreibung im Grundbuch ist notarielles Testament ausreichend.

b) Gemeinschaftliches Testament/Erbvertrag

Geschäftswert = Gebühr
10.000 € =   150 €
25.000 € =   230 €
50.000 € =   330 €
250.000 € = 1.070 €
500.000 € = 1.870 €

Nebengebühren und Mehrwertsteuer, wie oben unter 1..

c) Hinterlegungskosten Amtsgericht

Da alle notariell beurkundeten letztwilligen Verfügungen dauerhaft beim zentralen Testamentsregister erfasst, beim Gericht hinterlegt und nach dem Tode des Testators gerichtlich eröffnet werden, kommt hinzu:

Festgebühren für
Registrierung =  15 €
Hinterlegung =  75 €
Eröffnung = 100 €

3. Kaufvertrag

Geschäftswert = Gebühr
50.000 € =   330 €
100.000 € =   546 €
200.000 € =   870 €
400.000 € = 1.570 €
500.000 € = 1.870 €

Hinzu kommen beim Kaufvertrag Nebengebühren für Vollzug und überwachende Tätigkeiten des Notars. Weiter Nebenkosten und gesetzliche Mehrwertsteuer wie oben.

Hinweis: Maßgeblich sind die nach Durchführung einer Beurkundung im Einzelnen für alle Tätigkeiten zu ermittelnden Geschäftswerte und Gebühren. Eine Euro/Cent-genaue Vorberechnung ist nicht möglich und bei beurkundungspflichtigen Geschäften ein sinnloser Aufwand, da Sie bei jedem Notar nach demselben Gebührenrecht berechnet werden.

Hier Ausdruck der Kostenübersicht möglich [Info hier].

Stand der Gebührenübersicht: Mai 2015.

Wichtiger Hinweis!

Diese Informationen können nur einen groben Überblick der anfallenden Kosten darstellen. Eine abschließende Kostenberechnung kann erst nach Abschluß der Beurkundung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erstellt werden. Die Informationen auf meiner Website sind insbesondere keine Beratung oder Vertretung im Einzelfall, für die ich eine Haftung übernehme.

(C) 2015, RA&Notar Peter Pietsch, Berlin.