Der Notar und seine Hauptaufgaben: Beurkundung und Beglaubigung

Als Notar sind mir als unabhängigem Träger eines öffentlichen Amtes hoheitliche Befugnisse zur vorsorgenden Rechtspflege in Deutschland übertragen. Obwohl ich vom Staat bestellt bin übe ich meine Tätigkeit aber im eigenen Namen und eigener Verantwortung aus.

In der Funktion des Notars beurkunde ich Rechtsgeschäfte jeglicher Art und beglaubige Unterschriften und Abschriften von Dokumenten. Bei Beurkundung von Rechtsgeschäften gilt es den Willen aller Beteiligten zweifelsfrei festzuhalten und Unparteilichkeit zu wahren. 

Da ich als Notar in Berlin zugelassen bin, darf ich grundsätzlich nur innerhalb der Landesgrenzen von Berlin als Notar Beurkundungen und Beglaubigungen vornehmen. Dies ist allerdings nur räumlich zu verstehen. Inhaltlich kann ich für Sie in ganz Deutschland wirken. Wenn Sie beispielsweise Ihr Ferienhaus samt Grundstück an der Nordsee oder in Bayern verkaufen wollen, müssen Sie hierfür nicht zu einem Notar in Schleswig-Holstein oder Bayern gehen.

1. Hauptaufgabe: Beurkundungen

Der Gesetzgeber schreibt für die Wirksamkeit bestimmter Verträge und Willenserklärungen die notarielle Beurkundung vor. Hierbei erstellt  der Notar eine Urkunde in Form einer Niederschrift. Ziel ist es den ermittelten Willen der Beteiligten in der Urkunde niederzulegen und sie vor unüberlegtem Handeln zu bewahren.

Gesetzlich vorgeschrieben ist die notarielle Beurkundung beispielsweise für:

Einzelheiten zur notariellen Beurkundung werden im Beurkundungsgesetz (BeurkG) geregelt.

2. Hauptaufgabe: öffentliche Beglaubigungen

Im Gegensatz zur Beurkundung bestätigt der Notar bei der Beglaubigung der Unterschrift nur, dass diese von einer bestimmten Person stammt und die unterzeichnende Person ihre Unterschrift vor dem Notar geleistet oder anerkannt hat. Die notarielle Beglaubigung von Unterschriften unter Vollmachten wird im In- und Ausland anerkannt und bedarf für bestimmte Länder zusätzlich der gerichtlichen Überbeglaubigung (sog. Apostille).

Beispiele für eine gesetzlich geforderte öffentliche Beglaubigung der Unterschrift sind die Handels- und Vereinsregisteranmeldung und Erbauschlagungserklärungen.

Ein Notar beglaubigt weiterhin  zur amtlichen Verwendung im In- und Ausland Abschriften von amtlichen oder privaten Originalurkunden, die der Kanzlei nach Absprache vorab zuzusenden sind, z. Beispiel Zeugnisse, Geburtsurkunden und Änliches.